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Plötzlicher Herzstillstand (PHS) ist eine der häufigsten Todesursachen; ihr fallen weltweit jährlich über eine Million Menschen zum Opfer. PHS kann bei Menschen jeden Alters, Geschlechts, jeder Ethnie und selbst bei anscheinend gesunden Menschen zuschlagen, wie die Todesfälle von Weltklasseathleten, deren Fitness außer Zweifel stand, gezeigt haben.
Während eines PHS stoppt die Herzfunktion plötzlich und ohne Vorwarnung, wie im Jahr 2004 bei dem Fußballspieler Miklós Fehér.
Wenn ein plötzlicher Herzstillstand eintritt, ist das Herz nicht mehr in der Lage, Blut zum restlichen Körper zu pumpen. Bei mehr als 90% der Opfer tritt der Tod ein. Häufige Ursachen sind lebensbedrohliche arrythmische Störungen des Herzrhythmus (ventrikuläre Tachykardie, VT) oder unrhythmische elektrische Impulse (Kammerflimmern; ventrikuläre Fibrillation, VF). Zur Wiederherstellung des natürlichen Rhythmus ist ein Defibrillator erforderlich.

Diese unregelmäßigen Herzrhythmen werden als Arrhythmien bezeichnet. In den Medien und in der breiten Öffentlichkeit wird PHS häufig fälschlicherweise als „schwerer Herzinfarkt“ benannt.
PHS ist ein „elektrisches“ Problem: Die Arrythmie sorgt dafür, dass das Herz nicht ordnungsgemäß arbeitet und das Gehirn und die lebenswichtigen Organe nicht mit Blut versorgt werden. Die Herzfunktion stoppt augenblicklich. In den meisten Fällen gibt es keine Vorwarnungen oder Symptome.
Ein Herzinfarkt ist ein Problem der inneren „Rohrleitungen“, d. h. er wird durch eine oder mehrere Blockaden der Herzkranzgefäße verursacht. Dies verhindert einen ordnungsgemäßen Blutfluss und der Herzmuskel stirbt ab. Zu den Symptomen gehören Brustschmerzen und/oder ausstrahlender Schmerz bis in den linken Arm, zwischen den Schulterblättern und sogar in den Kiefer. Auch Atembeschwerden, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen sowie Schweißausbrüche können auftreten. In manchen Fällen führt ein Herzinfarkt zum plötzlichen Herzstillstand.
Laut American Heart Association (AHA) und European Resuscitation Council (ERC) nehmen die Überlebenschancen des Patienten zu, je eher die Defibrillation eingeleitet wird. Genau aus diesem Grund ist es so wichtig, einen eigenen AED (automatischen externen Defibrillator) zur Hand zu haben, während Sie auf das Eintreffen des Rettungsdienstes warten.
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